Die Wasserfälle von Iguazu !!!

20 08 2010

Also weiter geht es durch Südamerika und zum Start erst einmal schön bequem mit dem Flugzeug von Buenos Aires nach Iguazu. Dafür mussten wir aber unsere Rucksäcke ein wenig leichter machen und sortierten erst einmal kräftig aus. Wieder runter auf den erlaubten 15+ Kilo konnte es dann losgehen, wäre unser Flug nicht  unerwartet um 3 Stunden verschoben und dann nochmals eine Stunde zu spät gewesen. Aber was solls, warten an Flughäfen sind wir ja langsam schon gewohnt und die Zeit muss man halt mit Essen und Herumlungern füllen. Dabei muss ich mich gleich noch über die Zustände hier auslassen. Eigentlich könnte man hier schon erwarten dass es möglich wäre in einer so großen Caffeteria echtes Besteck und Geschirr zu reichen. Hier scheint aber Kunstoff so billig zu sein, dass fast alles in, auf und unter Styropor oder Folie verkauft wird, da weint das Herz eines Umweltbewussten. So dass soll es auch schon wieder vom kritischen Part gewesen sein, also weiter mit der Reise.

Nach einem für mich mittelmäßigem Flug, ging es dann mit dem Taxi nochmals eine kurze Strecke bis zu unserem Zielort Puerte de Iguazu. Über den Ort an sich gibt es nicht viel zu berichten, er ist halt günstig an einer der größten Atraktionen des Kontinents gelegen und sieht daher aus wie jeder andere Touriorte auf diesem Planeten. Es gibt massenweise Hostels, kleine Geschäfte und Restaurants, zum Glück aber wenigstens mit argentinischem Flair. Mit dem Hostel Sweet fanden wir eine akzeptabele und preiswerte Unterkunft mit tollem Personal, dass uns bei allem unterstützte. Leider waren die Temperaturen in der ersten Nacht eisig und so war es in unserem unbeheizten Zimmer nicht gerade angenehm, zum Glück hatten wir ja unsere Schlafsäcke aus Neuseeland mit uns.

Den nächsten Morgen ging es dann wieder früh morgens los. Nach einem liebevollen Frühstück mit Omellets und einer Tasse Pulverkaffe, konnten wir gestärkt den Weg zur Bushaltestelle antreten um uns aufzumachen zur argentinischen Seite der Wasserfälle. Dort angekommen hieß es Tickets kaufen und herein mit den Touris zu den größten Wasserfällen der Welt. Die Argentinier haben sich alle Mühe gemacht den Touristen was zu bieten, mehrere Tracks führen durch die weitläufige Anlage, ein Zug verbindet die entlegeneren Gebiete und für die Geldigen gibt es Actionangebote la mas. Den Morgen verbrachten wir mit dem Ablaufen der Tracks und dem bewundern der Wassermassen, leider ließ uns das Wetter im Stich und so gab es bei bewölktem Himmel nicht gerade die besten Postkartenmotive. Aber wie sollte es anders sein, pünktlich um die Mittagszeit kam die herrliche Sonne zwischen den Wolken hervor und da alle Argentinier gerade zum Mittag gingen machten wir uns nochmals auf die Piste um tolle Fotos zu schießen. Dazu sahen wir auf unseren Wegen Kodakbären die versuchten alles Essbare zu stehlen und Affen die sich eindeutig  über die Besucher lustig machten. Es war ein sehr langer Tag für uns und als wir zurück kamen mussten wir erst einmal ein wenig im Bett relaxen.

Nach einem entspannten Abend mit Asado im Hostel und einer ruhigen Nacht, ging es dann am zweiten Tag zur brasillianischen Seite der Wasserfälle. Leidert kann ich schon vorwegnehmen dass sich der teure Trip nicht voll lohnte. Ja, man hat den besseren Blick auf die kompletten Fälle, man kann tiefer und näher ans tosende Wasser. Aber man zahlt doch sehr viel Geld und verbringt im Bus, an der Grenze und beim warten viel Zeit und im Endeffekt ist man dann in 2 Stunden durch und hat alles gesehen. So waren wir ein wenig Enttäuscht, aber mit tollen Fotos spät Abends zurück gekehrt. Zum Abschluß gingen wir mit einem australischen Paar Essen und legten uns nieder bevor es am nächsten Morgen weiter ging.



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