Kuching (die Katze von Borneo)

5 05 2010

Nach einem Zwischenstopp in Kuala Lumpur und der Verabschiedung von Isabell und Floh (sehen euch in Australien) machten wir uns per Flugzeug auf nach Borneo. Kuching (die Katze) im Landesteil Sarawak (ist der Nordwesten der Insel Borneo) war unser erster Stopp, hier fanden wir mit der Lodge 121 (unser Guesthouse) ein Stück Heimatgefühl, das Personal war einfach super, die Betten der Hammer und alles war mit IKEA Möbeln eingerichtet die einen heimatlichen Geruch verströmten. Hier ließen wir uns erst einmal häuslich nieder und erkundeten anschließend die schöne Stadt mit ihren verschiedenen Vierteln (ach im Kino waren wir auch wieder „Date Night“ super).“Hab was vergessen!!!“

Nach der Ankunft im Guesthouse waren wir noch nebenan essen und mussten wieder eine sonderbare Erfahrung machen. Wenn man hier einen frischen Fruchtsaft bestellt, sollte man dazu sagen „ bitte mit Zucker, kein Salz, bitte!!!“ sonst schmeckt so ein leckerer Apfelsaft schon mal wie Abführmittel!!!.

Die Wald Menschen

Die Wald Menschen

Den zweiten Tag verbrachten wir mit Ausruhen und der Planung der weiteren Reise durch Borneo, was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Die größten Probleme bereiteten uns die Transportwege, die mit Bus verhältnismäßig teuer und sehr schlecht vernetzt sind (es liegt halt Brunei dazwischen, was die Durchreise erschwert) und so blieb uns nur Fliegen übrig (super jetzt ist die Ökobilanz unserer Tour auch hin). Das zweite Problem ist die beschränkte Zahl an Unterkünften bei und in den Interessanten Gebieten, was normalerweise eine frühzeitige Buchung voraussetzt. Tja da hätte man wohl den Reiseführer lesen sollen (oder auch keinen ***** Lonely Planet haben). So verbrachten wir einige Zeit am Laptop um unsere verbleibenden 2 Wochen möglichst gut zu planen.

Am letzten Tag vor unserer Abreise zur anderen Seite der Insel, liehen wir ein Moped und machten uns auf zu den wohl bekanntesten Bewohnern der Insel, den Orang Uthans. Wir brauchten ein bisschen um aus der Stadt zu finden, danach aber war es eine sehr entspannte Fahrt bis zu der Pflegeinrichtung für die Wald Menschen, wo wir pünktlich zur Fütterung eintrafen. Die Stundeeee in denen wir den Orang Utans beim Fressen und Spielen in den Bäumen zuschauen durften war wohl bis jetzt mein schönstes Wildlife-Erlebnis. Wenn man sie so relaxt in den Bäumen hängen sieht und wie sie mit einander spielen, möchte man am liebsten mitmachen. Wenn da nicht die eindeutigen Plakate wären die mit Fotos von schweren Bissverletzungen davor warnen sollen was passiert wenn man ihnen im falschen Augenblick zu nahe kommt oder sie füttern will. Nicht vergessen auch wenn einige Tiere niedlich aussehen, es bleiben wilde Tiere!!!. Nach unzähligen Fotos und einzigartigen Momenten ging unsere Tour weiter zur Fairy Cave. Auf dem Weg machten wir noch rast in einem Foodcourt wo wir lecker Roti aßen und Säfte tranken (absoluter Tipp wenn ihr im Urlaub in einer Touristen Stadt seit??. Schnappt euch ein Fahrzeug und fährt aufs Land zum Essen, wo die Preise günstig, die Leute freundlicher und die Luft sauber ist!!!). Danach erklommen wir die Höhle die mit einem unglaublich großen Raum mit Tageslicht aufwarten konnte und mit den Rufen von Fledermäusen erfüllt war. Leider hatten wir unsere Kopflampe und das Stativ vergessen aber der Weg hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Man kann halt nicht an alles denken!!!. Auf dem Rückweg kam es dann dicke für uns, kurz nach der Höhle fing es an zu regnen und ich meine damit nicht so Deutschen Durchschnittsregen, sondern monsunmäßigen wahnsinns Megaschauer, der einem innerhalb von 5 Minuten die Schuhe füllt. Und wie soll es anders sein, als wir zurück in der Stadt waren hörte es auf und wir waren nass bis auf die Knochen. Naja so legten wir uns trocken und bereiteten uns auf den Flug nach Kota Kinabalu vor, unserem nächsten Ziel.



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