Cameron Highlands

30 04 2010
Internationales Wanderteam

Internationales Wanderteam

Nach all den heißen Tagen und der damit verbundenen Antriebslosigkeit zog es uns in die kühlen Cameron Highlands wo bei 17 – 25 Grad Erdbeeren und Tee gedeihen und wir auskühlen konnten.

Angekommen bezogen wir unseren Bunker, ja Bunker oder Blechhütte wenn ihr wollt. Die Unterkünfte im Fathers Guesthouse sind nämlich in Sheltern des englischen Militärs aus den 50 Jahren (stellt euch einfach eine halbe Konservendose liegend mit Zimmern vor) untergebracht, war nicht so schlimm wie es klingt!!!, eigentlich echt nett. Denn ausser den Bunkern gab es eine schöne Gartenanlage, 2 Fernsehzimmer, einen überdachten Essbereich und sehr nettes Personal (bis auf den Koch!!!, mei hat der Spass bei der Arbeit!!!).

Danach hinterließen wir eine Nachricht für die 2 Hamburger aus Georgetown (die waren schon einen Tag früher da und waren schon auf Wanderschaft) und machten uns mit großer Vorfreude auf zum Schwabing Haus (ja ihr habt richtig gehört, wie der Stadtteil von München). Leider wurde dieser Besuch zur absoluten Enttäuschung, was im Lonely Planet so angepriesen war,  hatte wohl schon bessere Zeiten erlebt (oder auch nicht), in Marinas Käsespätzle (eher TK Schupfnudeln) befanden sich Ausgusshaare und mein Schnitzel war mit vor Fett triefenden Kartoffeln und einem lieblosen Salat garniert der mit einer geronnenen Soße übergossen war, mmhhhh. Marinas Essen ließen wir gleich wieder zurück gehen und mein Schnitzel, naja es war essbar, aber nach diesem Erlebniss war der Tag  im Arsch. Ach, nach dem wir die wahnsinns Rechnung bezahlt hatten, konnten wir noch einen Blick in die Küche werfen, die absolut Ekel erregend war. So konnten wir nur hoffen uns nichts eingefangen  zu haben und alles unter dem Gesichtspunkt „Erlebnissgastronomie“ abzuhaken (Scheiß auf Lonelyplanet, kommen wir noch öfters drauf!!!). Danach machten wir uns einen netten Abend mit Floh und Isabell und spielten Karten.

Für Tag 2 besorgten wir uns 2 Roller und machten uns auf in die Berge und Teeplantagen rund um Tanah Rata. Dabei mussten die Maschinen schon einwenig leiden als wir sie mit allem was ging die schmalen Bergwege hochdroschen (naja viel ging da nicht). Oben angekommen und die Aussicht genossen machten wir uns kurz entschlossen auf den Weg einen Trail (Trampelpfad durch den Wald) zu erkunden. Dabei ging es durch einen wundebar mystischen Wald, dessen Bäume mit Moosen und allerlei anderen Pflanzen bewachsen waren. Dazu kam noch der Weg der sich über einen Bergkamm von einer Spitze zur anderen erstreckte und mit seiner Vegetation (Bäume mit riesigen Wurzeln) und einem stetigen auf und ab eine sportliche Kulisse bot. Als Zucker Kuss oben drauf kamen Wolken auf die alles in einen unheimlichen Nebel hüllten. So kletterten wir über eine Stunde über Stock und Stein, durch Matsch und Dreck bis wir uns zur umkehr bewegten und nach noch einer Stunde (und dreckigen Schuhen) bei unseren Mopeds ankamen. Da anschließend Regen aufkam und wir hungrig waren fuhren wir einwenig den Berg hinab und machten zum Mittag halt bei der Boh Teeplantage, wo man bei Tee und Kuchen die Felder bestaunen kann. Zum Abschluß gings zum Erdbeerfeld (mmhh Erdbeershakes) und zur Butterflyfarm.

Bei der Teeernte

Bei der Teeernte

An Tag 3 machten wir eine lange Trekking Tour von einigen Stunden, durch Wälder, an einem naja umgekippten See vorbei, an Farmen vorbei bis zum übernächsten Ort von wo aus wir den Lokalbus (meine Herrn, ein wunder dass sowas noch fährt) nach Hause nahmen. Auf dem Weg sahen wir eine Schlange und viele kleine Tiere, sowie Pflanzen und Bäume der verschiedensten Art. Das Highlight war aber ein Kinderspielplatz, der auch einen Essensvekauf hatte (mhh Apfelsaft frisch gepresst und Kaffeeshakes, ein Traum) und rundherum mit einem hohen Zaun umstellt war, indem Spinnen von mehr als 7 cm Spannweite wohnten. Und nicht nur eine oder zwei, nein hunderte hingen überall um das Grundstück verteilt, ein Anblick wie aus nem Horrorfilm.

Tag 4 relaxten wir vom Wandern und machten uns einen schönen Abend mit Rum-Cola, Bier, netten Gesprächen und ein paar Kartenspielen.

Beim klettern im Urwald

Beim klettern im Urwald

Der letzte Tag stand wieder im Zeichen des Sports und so machten wir uns nach einem ausgiebigen Essen auf zum nächsten Trail. Zu Marina, Isabell, Floh und mir gesellten sich noch Albert (England) und Sebastian (IT Nerd), die mit uns am Vorabend Karten spielten. Die Tour dauerte von 10Uhr morgens bis fast 18Uhr abends und führte uns durch Wald, Wiese, Felder, Teeplantage, Gärtnereien über Berge und Täler einmal in großer Runde durch die weitere Umgebung. Dabei war es immer wieder eine Herrausforderung die Startpunkte der verschiedenen Trails zu finden die teilweise wie die Nadel im Häuhaufen waren und erst nach zehnfachem nachfragen auftauchten. So waren zum Ende der Tour unsere anwesenden Frauen nicht mehr ganz so gut auf uns zu sprechen, da sie mit der Wegebeschaffenheit nicht ganz einverstanden waren. Aber im Rückblick waren auch sie über unsere Leistung froh. Als Abschluß gingen wir zum Essen in ein indisches Lokal wo alle Chicken Tandorri mit Nanbrot bestellten.

Nach einem weiteren Gesellschaftsabend bei Rum und Kartenspielen ging es in die Falle. Am nächsten Tag stand nämlich die Rückreise nach Kuala Lumpur an, wo wir mit Floh und Isabell noch eine netten Tag verbrachten, bevor sich unsere Wege vorerst trennten (Danke für die tollen Tage nochmals, bis in Darwin).  Ach Clash of the Titans sollte eher Trash of the Titans heißen (was für eine Geldverschwendung).



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1 Antwort zu “Cameron Highlands”

  • Christin Schulz sagt:

    Huhu Marina…na wie läuft die reise? hoffe doch mal gut:)
    wollte mich erstmal noch für deine Postkarte bedanken, is zwar schon ne weile her, aber naja… hab mich jedenfalls voll doll gefreut??
    nach der karte habt ihr ja jetz nur südostasien unsicher gemacht, oder?? wo geht`s denn dann danach hin? hoffe die begeisterung für noch mehr neues lässt mit der zeit nicht nach!! aber die bilder hier sind schon echt geil,könnte man glatt neidisch
    werden.

    ja bei mir so…sind schon fleißig am lernen.is ja nicht mehr so lange:)
    und indienvorbereitungen laufen auch schon:)
    na dann lass es dir (euch) gut gehen…liebe grüße christin:)

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