Ayers Rock, Olgas und der Kings Canyon
29 06 2010Und weiter ging es durch die große Leere des australischen Outbacks zum absoluten Highlight unserer Tour. Da wir nach der Reparatur erst wieder spät los kamen mussten wir unweigerlich einen Zwischenstopp in Erlunda einführen, der letzten Tank und Rastmöglichkeit vor dem Ayers Rock NP.

sos
Hier kamen wir bei schönstem lila rotem Himmel an als gerade die Sonne sich von der Bildfläche verabschiedete und wir uns nach einem schönen Abendessen und Wein, in unser Zelt verzogen.Jetzt waren wir nur noch 280 Kilometer von unserem Umkehrpunkt entfernt und unsere Vorfreude war riesig. Naja bis auf den Ehestreit den meine Frau mal wieder vom Zaun brach, aber was will man machen, reist ihr erst einmal 365 Tage mit eurer Liebsten um die Welt und sieht euch 24/7, eine Herausforderung der besonderen Art.

Olgas
Den nächsten Tag erreichten wir dann endlich den Zeltplatz vor dem Nationalpark der mit überteuerten Preisen und unzähligen Klassen nicht gerade mit traumhaft zu bezeichnen war. Aber was will man tun, es gab keine alternative und so bauten wir schnell unser Zelt auf und machten uns auf den Weg zu den Olgas der zweiten Berggruppe im Nationalpark, die zwar nicht so bekannt (in Deutschland), aber umso schöner ist. Angekommen entschieden wir uns für die Wanderung in das Valley of Winds die mitten in die Olgas führte und die Anstrengung mit tollen Ausblicken entlohnte.

Ayers Rock
Was sind die Olgas werden manche vielleicht fragen?? Die Olgas sind eine Bergformation die ungefähr 40 Kilometer vom Ayers Rock entfernt liegt und aus ca. 30 Bergen?!? naja die Einheimischen haben sie mit Köpfen verglichen was dem ganzen wohl näher kommt. Es ist einfach schwer zu beschreiben wie sie aussehen, ich finde aber es wirkt ein wenig wie auf dem Arbeitstisch eines Bildhauers der mit Ton Plastiken formen will und ein paar Rohlinge auf einen Haufen geschmissen hat. Ja hört sich komisch an aber es trifft es glaub ich am besten und es beschreibt auch gleichzeitig den Fels der mit nichts vergleichen ist was ich davor gesehen habe. Wenn man nah an den Bergen steht wirkt das Gestein nicht wie eine homogene Masse, sondern wie man es von Künstlern kennt wenn sie bei einer Plastik immer mal wieder ein Stückchen Lehm anfügen und einen Teil entfernen. Ok dass hat euch vielleicht etwas verwirrt aber naja , besser kann ich es nicht.
Nach der Wanderung hieß es Mittagspause und danach sahen wir uns den tollen Sonnenuntergang an den Olgas an bevor es wieder zurück zum Zeltplatz ging.
Nach einer sau kalten Nacht im Outback ging es wieder zurück in den Nationalpark, diesmal aber zum Ayers Rock, dem Wahrzeichen Australiens und dem Heiligtum der Aboriginies. Hier entschieden wir uns aus Zeitgründen nicht um den Berg zu wandern, was ich auch nicht als sinnvoll erachte da man nur die Wand vor sich sieht und nicht den Berg in voller Pracht. So Fuhren wir um ihn herum und hielten an den Aussichtspunkten und Kultstätten an um mehr über die Kultur zu erfahren. Als wir mit der Umrundung fertig waren halfen wir noch ein paar Aboriginies die am Wegesrand liegen blieben und denen wir aus der Nachbarstadt Benzin holten. Zuück am großen Berg gingen wir noch zum Informationszentrum und machten Mittagspause. Danach ging es dann wieder auf den Highway in Richtung zum Kingscanyon wo wir am Abend ankamen.
Tja da waren wir nun und wieder gab es nur einen super teuren Campingplatz in der nähe des Canyon und da es schon so spät war entschieden wir uns die Wanderung und unseren Besuch am Canyon auf den nächsten Morgen zu verlegen, da es dringend an der Zeit war mal wieder Wäsche zu waschen. So ruhten wir uns schön aus und machten uns zeitig um 9 Uhr Morgens auf zum Kings Canyon, wo wir eine wunderschöne Wanderung den Canyon hinauf, an seiner Kante entlang bis auf die andere Seite und wieder zurück. Die Aussichten von oben waren wundervoll und der komplette Weg ein einmaliges Erlebniss der besonderen Art. So konnte ich tolle Bilder schießen und wir waren überaus glücklich den Trip so früh morgens begonnen zu haben da es am Mittag verdammt heiß wurde und wir schon wieder im Auto saßen und wieder zurück nach Alice Springs fuhren was eine lange und sehr lange Strecke war, da meine Abkürzung über die Dirtroad mit einem Ford Falcon nicht zu meistern war.
So kamen wir erschöpft und mit schmerzendem Gesäß in Alice an und gingen zu unserem alten Campingplatz zurück.










Danke an alle die uns was zu sagen haben