Bako NP (Borneo/Kuching)

8 05 2010

Nach einer entspannten Nacht in unserem geliebten IKEA Zimmer ging es auf zu unserem letzten großen Abenteuer in Malaysia. Leider verpassten wir den Bus um 15 Minuten und mussten so wieder einmal eineinhalb Stunden mit warten totschlagen, die wir in einem chinesischen Restaurant verbrachten. Um halb 12 ging es dann endlich los, die Fahrt dauerte knappe 2 Stunden und ging kreuz und quer durch Kuchings Vororte, eigentlich ganz schön wenn man nicht dringend aufs Klo muss wie meine Frau. Am Parkoffice (eher das Voroffice) angekommen fanden wir gleich 2 Pärchen mit denen wir das Boot bis zum Hauptquartier teilen konnten. 20 Minuten dauerte die Fahrt an der Küste entlang an der Mangrovenwälder, kleine Strände und Fischzuchten zu sichten waren.

Sonnenuntergang in Bako

Sonnenuntergang in Bako

An der Anlegestelle des Hauptquartiers gelandet mussten wir uns registrieren und konnten dann in unsere Hütte einziehen, die wie soll man es sagen??, erstens nach Klostein roch (ach soll Insekten abhalten), zweitensmal wieder eine Grundreinigung vertragen hätte und zum guten Schluß, nicht ganz Kriechtier sich war. So ging unser ganzer Vorrat an Bugspray darauf  Fenster, Türen und Betten sicher zu machen. Danach machten wir Lunchtime bei der wir gleich feststellen durften dass mit den Affen hier nicht zu Spassen ist, denn unseren Tischnachbarn wurde in einem Moment der unachtsamkeit direkt das Essen vom Tisch gestohlen (ach einer der Affen machte extra ein effektives Ablenkungsmanöver von der anderen Seite). Um uns auf die bevorstehenden Touren vorzubereiten unternahmen wir am Abend eine 2 stündige Tour zu einem Aussichtspunkt von der aus man einen tollen Überblick über die Ostseite der Insel und auf die Nachbarinseln hatte.

diebische Affen

diebische Affen

Nach einer naja, gerade noch erträglichen Nacht in einem stickigen Zimmer das nach Männerklo roch und mit seinen alten lauten Ventilatoren an einen Flugplatz erinnerte machten wir uns nach einem kleinen Frühstück (ohhh zum Essen komme ich noch!!) machten wir uns auf den Weg den roten Trailloop zu erkunden, der auf 5,4 Kilometer einmal durch alle Vegetationen der Insel führte. Auf dem Weg ging es durch trockene offene Bergkuppen, durch dichten Urwald und an der felsigen Küste entlang. Leider machten uns die heißen und unglaublich schwühlen Temperaturen zu schaffen. Zu sehen gab es viel, viel, sehr viel Grün und Landschaft, aber die Tierwelt tat uns keinen gefallen und hielt sich bis auf die Insekten versteckt.

An Tag 3 erwachten wir sehr erschöpft nach einer nicht sehr zufrieden stellenden Nacht. All unser Gepäck hatte in der Zwischenzeit die Luftfeuchtigkeit mit hingabe in sich aufgenommen und so waren wir ein wenig gefrusstet zum Frühstück gegangen. Oh welche Überrachung es gibt schon wieder das gleiche. So jetzt komme ich zu der Essenslage. Es gibt eine Kantine die täglich Pommes, Hühnerflügel, Reis, Nudelgericht, Gemüse, Spiegeleier, Würstchen und Seefood zu bieten hat. Ja, hört sich gut an was!!. Das Problem ist das die Speisen einmal  Morgens um 7 zubereitet werden und dann den ganzen Tag warmgehalten werden, mhhh, Pommes am Abend vom Morgen und nicht nur dass, es gibt dies alles jeden Tag zu jeder Tageszeit in der immer schlechten Qualität, allein der Gemüsereis lässt mich jetzt noch erschaudern. So stieg ich komplett auf Chips und Nüsse sowie Obst um (gab es nur am letzten Tag).

Ja ja wenn die alten Leute Abenteuer suchen

Ja ja wenn die alten Leute Abenteuer suchen

Nach diesem leichten Frühstück machten wir uns zu unserer Extremtour auf, 14 Kilometer über die hügelige Insel duch alles an unzugänglichem Gelände was der Nationalpark zu bieten hat. Die ersten 4 Kilometer kamen wir gut voran, dann aber an einem nicht gerade spektakulärem Wasserfall verliefen wir uns ein wenig, was für Marina mit einem Sturz in einen Bach endete (da an dieser Stelle schon eine Stechpalme drinnen lag, zog sie sich auch einpaar schöne Schrammen am Arm zu) und dem Verlust unserer 2 Wasserflasche (Zum Glück hatten wir noch 3 Äpfel und 2 Orangen mitgenommen). So hieß es weitere Stunden und weitere 10 Kilometer ohne Wasser durch den malayischen Dschungel. Nach weiteren aufs und abs erreichten wir nach 7 Kilometern das Sumpfgebiet, wo wir über Wurzeln und Bäume versuchten trockenen Fußes durchzukommen. Dabei waren wir durch Wassermangel und Hitze irgendwann so erschöpft das wir mit unseren Kräften rangen. Aber wie heißt es so schön ohne Schweiß keinen Preis, und was war unser Preis nach über 7 Stunden schwitzen, fluchen, balancieren, wandern und motivieren?? Wasser, Cola und andere Softtrinks, die wir uns an der Kantine angekommen in Massen bestellten. Leider sahen wir auch bei diesem Trip kaum Tiere im Wald (Insekten wie Ameisen Termiten und so nicht eingeschlossen), am Ende hatten wir aber auch keine Augen mehr dafür. Wir waren die letzten Kilometer so erschöpft dass wir sogar durch statts um die Pfützen liefen, da dies den Weg verkürzte.

Wo wir stehts Wildlife zu sehen bekamen, war vor dem Office, vor unserer Hütte und der Kantine. An diesen stellen versammelten sich je nach Tageszeit Affen, Nasenaffen, Wildschweine, Schlangen und anderes Getiers. So ist unser Tip für alle die hier herkommen um Tiere zu sehen. Steht früh auf und setzt euch in die Kantine und bewundert die Tierwelt die vorbeizieht. Ach der Sonnenuntergang vor der Kantine und am Strand ist auch nicht schlecht!!! Aber bitte bleibt nich länger wie 1 Nacht oder bringt euch was leckeres zum Essen mit!!!

So dass wars dann mit Malaysia, von Bako ging es nochmal für 2 Tage nach Kuching wo wir uns dass Abendbuffet im Hilteon leisteten und ins Kino gingen, von dort nach Kuala Lumpur wo wir eine Nacht in der Nähe des Flugplatzes verbrachten bis wir uns am 2 Mai dann auf in die Phillipinnen machten.



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2 Antworten zu “Bako NP (Borneo/Kuching)”

  • Kruemelmonster sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    ihr haengt ja ganz schoen nach mit eurer Berichterstattung!!!
    Wie ergeht es euch in Australien mit „leeren“ Ruecksitzen?

    Gruessle vom Kruemelmonster

  • Helmut Kerwin u. Elfi sagt:

    Hallo ihr beiden.
    liebe Grüße aus Eurer ehemaligen Heimat. Wir hoffen, es geht Euch gut und Ihr seid in Eurem Zeitplan. Leider haben wir keine aktuelle Informationen, sprich Positionen auf der Reiseroute. Wenn es möglich ist, freuen wir uns über ein Lebenszeichen von Euch.
    Alles Gute und liebe Grüße von Elfi und Helmut

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